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Neue Mitteillungen des Studentenwerks - Berichtigung
Beitragsinhalt
Berichtigung
Selbstbelegung
 

 Zweite Mitteilung: Selbstbelegung 

 
Zur Einstellung der Selbstbelegung in den Häusern 1, 2 und 3 im Biedersteiner Wohnheim merkt das Studentenwerk an:

Wir sind der Auffassung, dass für alle Münchner Studentinnen und Studenten die gleiche Chance auf einen preisgünstigen und staatlich geförderten Wohnheimplatz bestehen muss. Das Studentenwerk München verfügt in München derzeit über knapp 8.000 Wohnplätze. Demgegenüber stehen ca. 82.000 Studierende. Auf den Wartelisten der Abteilung Studentisches Wohnen stehen im Durchschnitt zwischen 1.000 und 1.500 Studentinnen und Studenten, die auf einen freien Platz warten. In der Vergangenheit hat sich leider gezeigt, dass in den Wohnanlagen, in denen die Belegung über die Bewohnerinnen und Bewohner selbst erfolgte, die Reihenfolge der Wartelisten teilweise umgangen und die soziale Komponente nicht ausreichend berücksichtigt wurde. So zeigen die studentisch belegten Anlagen gegen­über der Verteilung in anderen Einrichtungen eine deutlich abweichende soziale Struktur. Dazu gehört leider auch, dass dort deutlich weniger international Studierende aufge­nommen werden als in anderen Anlagen. Selbst Leerstand von Zimmern konnte durch die Hausverwaltung oft nur mit erheblichem Nachdruck verhindert werden, wenn kein aus Sicht der Studierenden geeigneter Kandidat gefunden werden konnte.
Die Auswahl nach anderen Kriterien als der sozialen Zusammensetzung, wirtschaftlichen Bedürftigkeit und Platz auf den Wartelisten wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern damit begründet, das soziale Leben in der Anlage könne nur durch besondere Auswahlkriterien sichergestellt werden, die von den genannten abweichen. Ein Blick auf andere Wohnanlagen des Studentenwerks zeigt jedoch, dass diese Annahme nicht zutrifft. So organisiert der Kulturleben e.V. in der Studentenstadt Freimann jährlich das größte studentische Kleinkunstfestival Deuschlands „StuStaCulum“ unter der Schirm­herrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude, und der Fasching im Olympischen Dorf ist etwa so legendär wie der im Biederstein.
Vor allem aber ist die Aufgabe des Studentenwerks in erster Linie die wirtschaftliche und soziale Betreuung und Förderung der Studierenden. Dazu gehört an einem Standort wie München, an dem Studierende aus weniger begüterten Elternhäusern sich ohnehin schwer tun, ein Studium zu beginnen und abzuschließen, alles zu tun, damit möglichst viele Studierende eine preiswerte Unterkunft finden. Dies ist nur möglich durch die effektive Auslastung aller vorhandenen Wohnplätze und eine transparente, gerechte Vergabepraxis.
Um den Studierenden entgegen zu kommen, haben wir ihnen eine gemeinschaftliche Belegung in einem Team mit der Hausverwaltung vorgeschlagen. Eine Lösung, mit der die Mehrzahl der Haussprecher auf einer gemeinsamen Sitzung einverstanden war. Wir hoffen, dass diese Lösung, die sich auf die Annahme stützt, dass auch die Studierenden ein Interesse daran haben, die Chancengerechtigkeit im Studium zu unterstützen, sich wird umsetzen lassen. Dies setzt jedoch die Bereitschaft zu offenem, vertrauensvollem und sozial verantwortungsvollem Verhalten voraus.

 
 


 
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